Das Radio wird in den letzten Jahren in den Kultur- und Geisteswissenschaften geradezu wiederentdeckt. Interdisziplinäre Studien, inspiriert von unterschiedlichen Ansätzen kulturwissenschaftlicher Klang- und Sinnesforschung, untersuchen Kultur- und Identitätspolitiken am Radio, ebenso wie die Geschichte einzelner Stationen, ihrer Programme oder Rundfunkarchive als kulturelles Erbe. Nicht zuletzt geht es um die Bedeutung des Radios in der und für die Alltagswelt, etwa um die Rezeption von Sendungen sowie den Weg des Radios in die Online-Welt.

Zur Vertiefung des Themas durch einen internationalen Austausch organisieren die Mitarbeitenden des Projekts Broadcasting Swissness (Universität Basel, Universität Zürich, Hochschule Luzern) die Tagung "Populäre Musik und Identitätspolitiken: Radio machen, überliefern und rezipieren". Sie findet vom 18. bis 20. Februar 2016 an der Universität Zürich statt. Vorschläge für Beiträge können bis Ende Oktober 2015 eingereicht werden. Weitere Informationen finden sich im ausführlichen Call for Papers.